Während Corona ist viel verloren gegangen. In einem Alltag ohne Schule und Freizeitgestaltung fehlen Kindern soziale Kontakte und damit die Möglichkeit, wichtige Erfahrungen zu sammeln, soziale Kompetenz zu entwickeln, Neues auszuprobieren und daran zu wachsen. Denn Schule ist ein wichtiger sozialer Lernort. Im täglichen Miteinander werden zentrale Entwicklungsaufgaben bewältigt: Wie lösen wir Konflikte, wie halten wir zusammen? Wer bin ich, wer kann ich werden? Wie bleibe ich psychisch ausgeglichen und zufrieden, auch wenn sich um mich herum alles verändert und unsicher wird? Auch die Abgrenzung von den Eltern und das Entwickeln der eigenen Identität fällt schwer, wenn der Alltag sich im Home Schooling abspielt und der Kontakt zu Gleichaltrigen nur noch über Video stattfindet.

Für in Armut lebende Kinder hat sich im letzten Jahr die Lage verschärft. Unterstützungsmaßnahmen fallen aus, der Druck wächst. Auswirkungen gibt es in allen Lebenslagen: Gesundheit, Wohnsituation, Bildungschancen und Freizeitgestaltung. Chancengleichheit und gesellschaftliche Teilhabe unabhängig vom familiären Hintergrund sind dringend notwendig.

Früh ansetzen und fehlende Chancen ausgleichen, damit Armut sich nicht durchs gesamte Leben zieht – das ist die Idee des ESF-geförderten Projekts KindZeit. Kooperationspartner ist das Präventionsnetzwerk Ortenaukreis.

Der Europäische Sozialfonds (ESF) ist das wichtigste Instrument der Europäischen Union zur Förderung der Beschäftigung in Europa. Er verbessert den Zugang zu besseren Arbeitsplätzen, bietet Qualifizierung und unterstützt die soziale Integration.

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